Was ist Polysorbat 80?

Polysorbat 80 (oder Tween 80) ist ein Polyoxyethylensorbitan-Monooleat. Es ist ein synthetisches Molekül, das als Lebensmittelzusatzstoff (Nummer E433) und als Inhaltsstoff in einigen Kosmetikprodukten, Füllmittel in Kapseln (Mizell Curcuma) und auch in einigen Grippeimpfstoffen verwendet wird. Polysorbat kann sowohl aus tierischen Quellen aber auch Gentechnisch hergestellt sein.

Polysorbat 80 ist bekannt dafür, dass es die Blut-Hirn-Schranke überwindet..

Polysorbat ist in Europa als Lebensmittelzusatzstoff zugelassen (E433). Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat jedoch die Toxizität und das Gefahrenpotenzial bestimmter Zusatzstoffe, einschließlich Polysorbat, neu bewertet. Der Wissenschaftliche Lebensmittelausschuss (SCF) hat die zulässige tägliche Aufnahme auf 10 mg/kg Körpergewicht pro Tag herabgesetzt.

Mögliche Nebenwirkungen von Polysorbat 80

  • erhöhtes Risiko für chronische Darmerkrankungen - eine 2015 im „Nature“-Magazin veröffentlichte Studie der Georgia State University in Atlanta beschreibt einen Zusammenhang zwischen Emulgatoren und der Störung der Darmflora
  • ev. beteiligt an Fettleibigkeit, Bluthochdruck und einer erhöhten Neigung zu Diabetes - lt. einer in 2015 im „Nature“-Magazin veröffentlichte Studie der Georgia State University in Atlanta - der Verzehr von Polysorbat wird daher bei Menschen mit Colitis ulcerosa, Morbus Crohn oder Darmentzündungen nicht empfohlen
  • überwindet die Blut-Hirn-Schranke
  • Unfruchtbarkeit


Quellen: Chassaing B, Koren O, Goodrich JK, Poole AC, Srinivasan S, Ley RE, Gewirtz AT. Emulgatoren wirken auf die Darmmikrobiota der Maus und fördern Kolitis und das metabolische Syndrom. Die Natur. 2015 Mär 5;519(7541):92-6.

Csáki KF. Synthetische Tensid-Nahrungsmittelzusätze können eine Dysfunktion der Darmbarriere verursachen. Medizinische Hypothesen. 2011 Mai; 76(5):676-81. doi: 10.1016/j.mehy.2011.01.030.

Delivery of loperamide across the blood-brain barrier with polysorbate 80-coated polybutylcyanoacrylate nanoparticles http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9098875

EFSA (https://www.efsa.europa.eu/fr/efsajournal/pub/4152)

Lerner A, Matthias T. Veränderungen in der intestinalen Dichtverschlussdurchlässigkeit im Zusammenhang mit industriellen Lebensmittelzusatzstoffen erklären die steigende Inzidenz von Autoimmunerkrankungen. Autoimmun Rev. 2015 Feb 9. pii: S1568-9972(15)00024-5. doi: 10.1016/j.autrev.2015.01.009.


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